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  kreativer Umgang mit der Internetzensur
23. April 2009, 11:36AM
Posted By Sven Krohlas
Aktuell wird ja unter massiver Anwendung von Lügen versucht eine Zensur in Deutschland aufzubauen. Das BKA wird die Gewaltenteilung aufbrechen, eine geheime Seite von verbotenen Websites erstellen und deren Filterung anordnen sowie überwachen. Die Koalition ist sich hier vor der Wahl einig, dass dabei eine Unzahl an Gesetzen gebrochen und die Verfassung zu weiten Teilen außer Kraft gesetzt wird interessiert niemanden mehr. Besonders gut zeigt dies folgende Aussage von unserer Justiziministerin Brigitte Zypries:
Eine Strafbarkeit liege schon in dem Moment vor, wenn nicht nachgewiesen werden könne, dass es sich um ein Versehen oder eine automatische Weiterleitung gehandelt habe. (Quelle)
Unschuldsvermutung, anybody? Aber Grundrechte sind ja offenbar unserer politischen Führung inzwischen völlig egal.


Damit stellt sich die Frage: was tun?

Man kann recht einfach das System, das hier aufgebaut werden soll gegen sich selbst verwenden.

Ziel null: wir sperren Politiker von unseren Webseiten aus. Wenn Anfragen von bekannten Adressbereichen der freiheitsfeindlichen Ministerien kommen werden diese weitergeleitet auf eine STOPP-Seite für Verfassungsfeinde, -beuger und -brecher. Mit eienr netten Erklärung, dass wir solche Leute nicht unterstützen und sie somit die Dienste dieser Website nicht in Anspruch nehmen dürfen. Dazu bedarf es einer netten STOPP-Seite und etwas .htaccess-Magic. Fertig.

Ziel eins: Sperren werden anhand von Domains vorgenommen, offenbar durch Manipulation der DNS-Auflösung. Wir müssen also große Seiten auf die Sperrlisten bekommen. Wikipedia, Youtube, Google, T-Online, N-TV, etc. Dies wird dafür sorgen, dass große Teile der Bevölkerung die Filter am eigenen Leib erfahren dürfen. Die Akzeptanz wird sinken.

Ziel zwei: Regierungswebseiten müssen auf die Liste. Bevorzugt jede von Personen und Parteien, die sich antidemokratisch verhalten und die Grundrechte mit Füßen treten. Davon haben wir in der Regierung ja genug. Ziel eins und zwei sind durch gezielte Hacks, XSS und Social Engineering erreichbar.

Ziel drei: gezielter Politikerabschuss. Da es nahezu nicht nachweisbar ist, ob eine Website gezielt oder durch Weiterleitung aufgerufen wurde kann man ja Politikern Links zu Weiterleitungen schicken, die nur von bestimmten IP-Adressbereichen ausgeführt werden. Etwas .htaccess-Magic, Vielleicht auch mit einem Counter, dass es nicht die Sekretärin erwischt und die Falle erst beim zweiten Aufruf zuschnappt: fertig wiederhergestellt ist die Demokratie, das Volk kann unliebsame Politiker einfach per Link abstrafen! Alternativ können die Politiker als Gegenbeweis sämtlichen Traffic protokollieren, aber was da dann alles rauskommen würde wäre sicher auch sehr nett...



Das Netz ist kein rechtsfeier Raum. Das Netz ist ein eigener Rechtsraum. Wer diesen angreift wird angegriffen. Unabhängigkeit dem Cyberspace!
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