Bürgermeisterwahl Dettenheim entwickelt sich zur Schlammschlacht. Wer lügt?

Wappen Dettenheim

Die Bürgermeisterwahl in Dettenheim ist so spannend wie kaum eine jemals zuvor. Im ersten Wahlgang wurde Amtsinhaber Hillenbrand mit einem Ergebnis von gerade einmal 33,4 % der gültigen Stimmen von Herausforderin Göbelbecker deutlich auf den zweiten Platz verwiesen. Frau Göbelbecker konnte das Amt mit 46,8 % der gültigen Stimmen beinahe im ersten Wahlgang erlangen.

Zur Nachwahl am 8. Februar stehen nach dem Rückzug von Herausforderer Heger nun noch drei Kandidaten zur Wahl. Hierbei kann Kandidat Eckhardt, der im ersten Wahlgang zehn Stimmen erhielt, wohl als chancenlos angesehen werden.

Spätestens diesen Freitag jedoch eskalierte der Wahlkampf nun zu einer offen ausgetragenen Schlammschlacht. Auf den letzten Doppelseiten im Anzeigenteil des aktuellen Amtsblattes vom 30. Januar veröffentlichten die CDU Dettenheim und der amtierende Bürgermeister Hillenbrand je einen Artikel. Und beide haben es in sich.

Die CDU beschuldigt Frau Göbelbecker öffentlich der Lüge:

Artikel der CDU Dettenheim.

Artikel der CDU Dettenheim. Zum Vergrößern anklicken.

Herr Hillenbrand prangert ohne weitere Details oder Quellenangabe über ihn gestreute Gerüchte an, ohne diese konkret zu benennen. Zwischen den Zeilen kann man jedoch einige Andeutungen heraus lesen:

Artikel von Bürgermeister Hillenbrand.

Artikel von Bürgermeister Hillenbrand. Zum Vergrößern anklicken.

Ich wurde von einer jungen Wählerin auf diese Artikel angesprochen. Hier steht Behauptung gegen Behauptung.

Doch wer hat Recht? Kann man dies mit der zur Verfügung stehenden Faktenlage überhaupt aufklären? So lasset dies uns gemeinsam analysieren …

Analyse der Vorwürfe der CDU an Frau Göbelbecker

Sanierungsstau

Die CDU schreibt:

In den letzten 16 Jahren wurden insges. 23 Mio € in die Sanierung/Ausbau von Hallenbad, Sport- und Veranstaltungshallen, Schulen, Kindergärten, Straßen, Friedhöfen, Sanierungsgebieten und sonstige kommunale Einrichtungen investiert.

Frau Göbelbecker wiederum schreibt auf ihrer Wahlkampfwebsite zu den getätigten Investitionen:

Auf der Ausgabenseite stehen die Kosten der laufenden Verwaltung sowie die Verwirklichung beschlossener Investitionsmaßnahmen, wie den Ausbau der Friedrichstraße, den Ausbau des Waldackerwegs zum Baggersee Gießen, die Sanierung der Pfinzhalle mit Anbau einer Zweifeldsporthalle.

Sie ergänzt gleich darauf ausstehende Investitionen:

Ein erheblicher Mittelbedarf wird entstehen für die in den nächsten Jahren fälligen Sanierungsmaßnahmen bei Straßen, Gehwegen, der Wasser- und Abwasserversorgung, Breitbandverkabelung und dem Unterhalt der zahlreichen gemeindeeigenen Liegenschaften.

Man sieht klar: Die CDU spricht ausschließlich von vergangenen Investitionen. Ein Sanierungsstau kann sich jedoch per Definition nur auf aufgeschobene, also noch anstehende, Investitionen beziehen.

Fett hervorgehoben habe ich die Stichworte, über die beide Seiten reden. Selbst wenn man Gehwege als Teil der Straßeninvestitionen sieht und »sonstige kommunale Einrichtungen« mit »gemeindeeigenen Liegenschaften« gleich setzt bleibt keine große Schnittmenge.

Beide Seiten sprechen also im Wesentlichen von verschiedenen Dingen. Die CDU lässt es hierbei so aussehen, als ob Frau Göbelbecker Lügen verbreiten würde. Das ist ein netter aber auch alter rhetorischer Trick, den bereits die Griechen im 5. Jahrhundert vor Christus kannten. Ob ihn auch die Dettenheimer Bürger erkennen werden?

Schuldenstand

Rhetorische Tricks sind eine Sache, die man nur schwer objektiv bewerten kann. Eigentlich sind sie eine Stilfrage und da gehen die Geschmäcker natürlich weit auseinander. Anders sieht es jedoch mit harten Fakten in Form konkreter Zahlen aus. So schreibt die CDU weiter:

Trotz der oben genannten Investitionen wurde die Pro-Kopf-Verschuldung in Dettenheim von 271 € (1998) – auf fast „Null“ (2015) – reduziert. Der Landesdurchschnitt liegt aktuell bei rd. 800 €.

Es ist für einen arbeitenden Bürger kaum möglich, zu den Öffnungszeiten das Rathaus zu besuchen, um Einblick in den Haushalt zu nehmen. Ich habe dies einmal getan und bin auf sichtlich überraschte Rathausmitarbeiter gestoßen.

Beginnen wir mit dem Landesschnitt. Dieser liegt bei den kreisangehörigen Gemeinden in Baden-Württemberg tatsächlich bei 823 EUR pro Einwohner Schulden am Kreditmarkt zum 31.12.2009. Diese Zahl des statistischen Landesamtes Baden-Württemberg ist jedoch wenig aussagekräftig. Zuallererst ist sie inzwischen veraltet. Die aktuelle Wirtschaftslage im Euroraum sorgt für extrem niedrige Zinsen. Viele Gemeinden haben erhöhte Einnahmen und können Schulden abbauen. Zudem gibt die Statistik in der gleichen Veröffentlichung genauere Zahlen an. In unserem Fall die Pro-Kopf-Verschuldung am Kreditmarkt für kreisangehörige Gemeinden von 5000 bis 10000 Einwohnern: 650 EUR/EW.

Hier vergleicht die CDU also Äpfel mit schon längst verfaulten Birnen.

Wie sieht es mit dem Dettenheimer Schuldenstand aus? Gemäß dem mir vorliegenden vorläufigen Haushaltsplan von 2013, Seite 5, beträgt der Schuldenstand 182,60 EUR/EW. Das ist weit von „Null“ entfernt.

Doch es gibt noch aktuellere Zahlen vom statistischen Landesamt. Und gemäß diesen liegt der aktuelle Schuldenstand pro Einwohner in Dettenheim zum 31.12.2013 bei EUR 149/EW. Dies ist die aktuellste Zahl, die ich finden konnte.

Dieses Ergebnis ist zu weit von „Null“ entfernt als dass man dies noch als Rundung abtun kann. Die CDU lügt und kaschiert Zahlen zu ihren Gunsten.

Muss das sein?

Würde Dettenheim, wie unter anderem von mir schon vielfach gefordert, endlich ein Mindestmaß an Transparenz anbieten und beispielsweise den Haushalt transparent auf http://offenerhaushalt.de/ darstellen, hätten solche Lügen und rhetorische Tricks keine Chance. So jedoch werden sich viele Wähler von ihnen einlullen lassen. Denn wir sind ein zu kleiner Markt, um eine korrigierende Medienlandschaft entstehen zu lassen, die solche Vorfälle aufklärt.

Artikel von Bürgermeister Hillenbrand

Der sehr persönliche Artikel von Bürgermeister Hillenbrand spricht mir wiederum sehr aus dem Herzen. Die dort angedeuteten Vorgänge sind unausweichliche Konsequenz des Transparenzmangels unserer Gemeinde, für die ironischerweise unser Bürgermeister selbst verantwortlich ist.

Zu meiner politisch aktiven Zeit wurde an Stammtischen von Gemeinderatsmitgliedern Gerüchte über mich verbreitet bis hin zu angeblich verfassungsfeindlichen Grundhaltungen bei mir. Zum Glück ist der Ort klein genug, dass immer jemand am Nachbartisch sitzt, der einem davon berichtet …

Man kann sich nur durch Transparenz wehren: indem man Zahlen, Protokolle und Dokumente veröffentlicht und selbst gute Arbeit vorlebt. Wenn man sich dem verweigert wird das politische Klima in der Gemeinde weiter so vergiftet bleiben. Gewinnen wird die Person, die die fiesesten Intrigen spinnen kann.

Fazit

Die CDU wurde als rhetorisch geschickter Lügner enttarnt. Die Bedingungen, unter denen solche Lügen überhaupt funktionieren können, hat sie selbst geschaffen.

CDU und Bürgermeister Hillenbrand haben die Veröffentlichungsregelungen des Amtsblattes geschickt ausgenutzt. Gemäß meinen Informationen ist in der Wahlwoche keine Anzeige zur Wahl mehr erlaubt, Artikel sind sogar in den drei Wochen zuvor untersagt. Damit hat Frau Göbelbecker keine Möglichkeit dem Leserkreis des Amtsblattes eine Korrektur vorzulegen, außer durch das presserechtliche Mittel einer Gegendarstellung. Denn selbst wenn sie nicht namentlich genannt wird, beziehen sich die unwahren Tatsachenbehauptungen der CDU Dettenheim eindeutig auf sie.

Wir können auf den weiteren Verlauf der Schlammschlacht und auf den 8. Februar äußerst gespannt sein.

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43 Responses to Bürgermeisterwahl Dettenheim entwickelt sich zur Schlammschlacht. Wer lügt?

  1. baerbel zenz-roth sagt:

    die artikel im amtsblatt waren mehr als peinlich für die verfasser sowie für die dies lesen auch die werbeaktion vir dem edeka am samstag war äusserst unangenehm man konnte nicht unbehelligt in oder aus dem edeka ohne das man bedrängt wurde der BM ist einer dame sogar bis zum auto gefolgt und hat sie daran gehindert die tUr (ich schreibs jetzt nochmal wei sich der körser nicht weiter bewegen lässt also alles nach dem zu kannman loeschen) zu schliessen bis jetzt hatten sich alle an sen anstand gehalten mit den interesierten zu sprechen und nicht jeden menschen zu bedrängen. zuzuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuudauuschliessenz zu zuzu zu zubus jetzt haben sich alle

    • TTiger sagt:

      Rechtschreibung ist offensichtlich nicht Ihre Stärke. Bei der VHS gibt es Kurse, da sollten Sie es mal versuchen.
      Und wenn Sie das dann einigermaßen verstanden haben, schreiben Sie wieder. Zur Bürgermeisterwahl 2023.

  2. Claudia Rieth sagt:

    Ja, stimmt. Die beiden Artikel im Amtsblatt waren peinlivh für die Verfasser und als Leser habe ich mich fremdgeschämt. Das Ganze klingt irgendwie nach einem schmollenden Kind, das nicht bekommt was es will und deshalb „austeilt“. Allerdings gibt es da auch noch den Artikel unter der Rubrik „aus den Parteien“. Hier habe ich mich als Wähler angegangen gefühlt. „Wir brauchen keinen Wechsel“ steht da….das sieht aber die Mehrheit der Dettenheimer, wenn ich mir die Ergebnisse ansehe, wohl anders und schließlich leben wir in einer Demokratie

    • Volkmar sagt:

      Zur Anzeige Familie Hillenbrand: Hallo Claudia, du gehörst doch eigentlich nicht zu den Menschen, die sich über Lügen und Gerüchte ergötzen. Oder???
      Zur Anzeige und Artikel der CDU: Demokratie ist, wenn ich auch die Meinung anderer „Wir brauchen keinen Wechsel“ akzeptiere. Ich z. B. sehe für einen „Wechsel“ keinen Grund und stehe auch dafür aber behaupte nicht dass jemand mit anderer Meinung kein Demokrat ist.

  3. Kerstin sagt:

    Über die Artikel kann jeder denken was er möchte, dass jedoch seit einigen Wochen Gerüchte über Herrn Hillenbrand und seine Ehe in der Gemeinde im Umlauf sind, ist ein FAKT, wer darüber noch nichts gehört hat, muss wohl sehr zurückgezogen in Dettenheim leben.

    Darauf hat das Ehepaar Hillenbrand nur reagiert um etwas klar zustellen. Wie ich finde, ihr gutes Recht, dass solche Gerüchte gerade in einer Wahlperiode in Umlauf gebracht wurde, kann Zufall sein oder auch nicht. Es ist jedoch, da stimmen mir sicher viele zu, unchristlich (warum ich dies aufführe hat auch einen Grund) , unverschämt und persönlich deformierende. Egal was man von dieser Person hält, sollte man so etwas nicht tun, sicher möchte keiner selbst Opfer von Gerüchten sein.

    Wer sich den Wahlkampf genau und Objektiv anschaut, erkennt schon länger, dass dieser nicht sehr Fair unter zwei Vertretern abläuft.

    Bezüglich den zwei Antworten davor, kann ich nur sagen auch die Freie Wähler besser gesagt die Kandidatin ist in den unmöglichsten Situationen aufgetaucht um Wahlkampf zu machen. In der ich mich persönlich bedrängt und unwohl gefühlt habe.

    Sowas sollte in einem Wahlkampf keinem Bewerber passieren, werben um die eigene Person ja bedrängen NEIN.

    Ich kann so viel sagen, ich schäme mich wirklich ein Dettenheimer zu sein.

    • Sven Krohlas sagt:

      Meiner Meinung nach hat das Privatleben nichts in der Politik verloren. Ich denke das weiß mein Umfeld auch und belästigt mich deshalb nicht mit Gerüchten über das Eheleben irgendwelcher Politiker. Ich höre die Gerüchte jetzt hier zum ersten Mal.

      • Justus sagt:

        Da gab’s doch so eine Partei die gemeinsam mit ihrem Obermotz seit Jahren in Dettenheim ein Umfeld geschaffen hat in dem Intrigen und Hinterhältigkeit Effizient und Gefahrenlos ihren Zweck erreichen können.
        Auch über den Einzugsbereich des Ortes hinaus hat dieser Klüngel mit seinen Ränkespielchen großen Schaden angerichtet und das Ansehen Dettenheims schwer beschädigt.
        Fällt jemandem der Name des Dünkelträgers ein? Wobei, ist auch egal, der ist ja so gut wie weg.

  4. Kerstin sagt:

    Zur Richtigstellung „Ich schäme mich eine Dettenheimerin zu sein“ nicht das noch jemand denkt ich habe ein Identitätsproblem 😉

  5. Herbert sagt:

    „Die beiden Artikel im Amtsblatt waren peinlich für die Verfasser und als Leser habe ich mich fremdgeschämt.“

    Dem kann ich mich nur anschließen…..

  6. Anonymous sagt:

    Der Artikel war echt sehr Peinlich für die Verfasser.
    Schon seit mehreren Jahren versuchen Selbständige, die in der Sportbranche tätig sind, ihre Existenz nach Rußheim zu verlagern, wo unser Herr Hillenbrand ebenfalls mit lächerlichen Begründungen abblockte. Also von daher bin Ich froh wenn er sich endlich vom Acker macht.

    MFG Anonymous

    • Volkmar sagt:

      Hallo Herr, Frau, wer oder was – bitte Farbe bekennen!

    • Volkmar sagt:

      nochmal an Herr, Frau, wer oder was.
      Wie ich jedes Jahr bei den Neujahrsempfängen mit bekomme wird der Sport in Dettenheim, vom Kegeln, Indiaca, Fußball, Turnen, Gymnastik usw.,usw., von der Bevölkerung sehr akzeptiert. Ich habe bisher auch den Eindruck, seriöse Firmen haben in Dettenheim bis heute immer ein offenes Ohr gefunden.
      Nach deiner Wortwahl zu schließen, muss deine Sportart/Branche doch etwas exotisch sein.

  7. Volkmar sagt:

    Zum Artikel Bärbel-Zenz-Roth. Ich finde es eigentlich ganz interessant, die Kandidaten auch mal persönlich zu erleben, da hat mir eigentlich Herr Hillenbrand einen ganz guten Eindruck gemacht.
    Was mich allerdings auch sehr gestört hat und mich fast zum Austritt aus einem Verein bewogen hat, war die permanente stundenlange Präsenz einer Kandidatin (nicht der Person) bei einer Veranstaltung, bei der ich eigentlich nur ein wenig Spaß haben wollte.

  8. Peter sagt:

    Wohne zwar nicht mehr in Dettenheim, dafür meine Eltern, früher habe ich es bedauert, heute muss ich wohl froh sein.
    Da hätte ich wohl auch Chancen als Bürgermeister gehabt. Wenn schon eine Frau gewählt wird, die in der Gemeinderatswahl erfolglos war und wie ich erfahren habe auch als Amtsleiterin wohl nicht wirklich Qualifiziert ist aber für den höchsten Posten einer Gemeinde als Bürgermeisterin reicht es immer.
    Da sag ich nur HaHaHa armes Dettenheim.

    Ich habe mir mit meinen Eltern, die Kandidatenvorstellung in der Pfinzhalle angeschaut und fand die Fragestunde sehr interessant und aufschlussreich. Es sind leider viele schon früher gegangen, das waren sicher Ihre Wähler. Denn wer bis zum Schluss geblieben ist, kann sie nicht mit gesunden Verstand wählen.
    Eine Frau die 0 Ahnung von Abläufen in einer Gemeinde hat will Bürgermeisterin werden, sehr Mutig. Die selbst ihre eigene Leute im Gemeinderat angreift, dabei sind sie seit Jahren die Mehrheit im Rat. ~Sehr interessant wie ich finde!~

    Dem Herrn Heger hätte ich das eher zugetraut, da er schon Erfahrung in der Gemeinde und auch im Bereich von Mitarbeiterführung hat. Sein Auftritt fand ich gut.
    Was man von einer Stellvertretenden Bereichsleiterin in einer großen Behörde wie das Landratsamt in der nur ein kleiner Aufgabenbereich ihr zugeordnet ist und soviel ich weiß zwei Personen die unter Ihr arbeiten falls der Bereichsleiter verhindert ist, wohl nicht behaupten kann. Und als Bürgermeisterin spielt es dann wohl keine Rolle ob 2 oder 200 Leute zu führen gilt.

    Dettenheim macht sich damit nur zu einem Witz im Landkreis. Das ist eine persönliche Meinung, darf überlesen werden. Auch wenn ich das von einigen Leuten der Nachbargemeinden auch schon gehört habe.

    Übrigens Frau Göbelbecker hielt es auch nicht für nötig meine Grüße zu erwidern. Das passierte nicht nur einmal, als öffentliche Person sollten gewisse Gepflogenheiten wie das Begrüßen schon vorhanden sein. Von meinen Eltern hörte ich, dass es bei ihr normal ist. Sie grüßt nicht jeden oder nicht immer. Ich nehme an ich habe sie nur an schlechten Tagen getroffen, sei ihr gegönnt, die hat jeder Mal. Oder da ich in Dettenheim nicht wählen darf, bin ich für sie nicht von Bedeutung. *schmoll* HaHa

    Aber einige im Landratsamt freuen sich sicher, wenn sie Sie einen andere Aufgabe bekommt.

    Um es klarzustellen, ich war unvoreingenommen von Frau Göbelbecker selbst als ich und auch meine Freunde nicht gegrüßt wurde. Dafür wurden meine Eltern bei ihrem Besuch umso herzlicher begrüßt.
    Meine Meinung über sie hat sich an der Kandidatenvorstellung gebildet. Hat jedoch keine Relevanz da ich in Dettenheim nicht wählen darf.

    Für meine Eltern tut es jedoch leid, dass sie wohl ihre Bürgermeisterin wird. Wenn schon ein Wechsel, dann wäre Herr Heger eindeutig die bessere Wahl gewesen. Obwohl ich gegen eine Frau als Bürgermeisterin nichts habe, da ich in meinem aktuellen Wohnort selbst eine Frau zur Bürgermeisterin gewählt habe. Sie hatte aber schon in einer Gemeinde gearbeitet und war im Gemeinderat bevor der Bürgermeisterposten zur Wahl stand.

    Schöne Grüße aus der Ferne von einem Ex Dettenheimer (noch kann man dies öffentlich zugeben, von Dettenheim zu kommen) HaHa

  9. mike sagt:

    Als einer der jüngeren, aber wahlberechtigten Bürgern von Dettenheim, kann ich nur mit dem Kopf schütteln und mich darüber ärgern, welche Mittel die CDU zum Wahlkampf wählt.

    Zum Statement der CDU: Lügen zu verbreiten, andere Kandidaten anzugreifen mit gefälschten Tatsachen ist einfach nur erbärmlich. (Der Beitrag von Herrn Hillenbrant dazu gezählt)

    Ich hoffe, dass Frau Göbelbecker die Neuwahl gewinnt, um diesem Regime ein Ende zu bereiten.

    Es ist an der Zeit für ein Wechsel !

    • ABC sagt:

      Zum Statement der CDU: Lügen zu verbreiten, andere Kandidaten anzugreifen mit gefälschten Tatsachen ist einfach nur erbärmlich. (Der Beitrag von Herrn Hillenbrant dazu gezählt)

      Was ist das bitte für eine Argumentationsführung? Außerdem könntest du zumindest den Namen des Bürgermeisters richtig schreiben.

      Und das ganze ein Regime zu nennen ist einfach lächerlich. Nur für dich die Definition für ein Regime:

      eine diktatorische, undemokratische Regierung(sform), in der eine Person oder eine Gruppe von Personen (auch unter Einsatz von Gewalt und Unterdrückung) ihre Macht behauptet und durchsetzt.

      Wenn jeder Göbelbecker Wähler so inkompetent ist wie du, sag ich nur armes Dettenheim.

  10. Kevin sagt:

    Jetzt möchte ich auch einmal meinen Senf dazugeben.

    Als junger Mensch der in Dettenheim lebt, bin ich mit der Art und Weise wie dieser „Wahlkampf“ geführt wird sehr unzufrieden. Das richtet sich hauptsächlich an unseren amtierenden Bürgermeister, da er wie schon im Wahlkampf zuvor, jedem das blaue vom Himmel verspricht um an seinem Pöstchen kleben zu bleiben

    Kandidatenvorstellung Pfinzhalle
    Ich war dort und habe sie mir bis zum Schluss angehört, dabei haben sich 3 Sachen für mich herausgestellt:
    1. Herr Hillenbrand hat sich auf seinen Lorbeeren ausgeruht und ansonsten das blaue vom Himmel versprochen, dass nicht kommen wird z.B. wird seit über 10 Jahren versprochen die Webseite der Gemeinde zu überarbeiten und bis heute ist nichts passiert.

    2. Herr Heger fühlt sich hier im Ort nach eigenen Angaben sehr Wohl und ist damit für mich als Kandidat direkt ausgeschieden.

    3. Frau Göbelbecker war die einzige, die konkret gesagt hat, was sie verändern möchte und wie sie sich die Zukunft vorstellt. Dass sie wenig Erfahrung mit den Abläufen in der Gemeinde hat halte ich ihr zugute, da sie mit einem kritischen Blick auf diese, bessere Lösungen und Wege erarbeiten kann.

    Wahlkampf
    Hier beginnt der Spass!
    Frau Göbelbecker habe ich bei ihrer Vorstellung im Ochsen das erste Mal gesehen und war (in ermangelung eines besseren Wortes)“begeistert“. Sie erzählte davon, wie sie sich eine Zukunft für die Gemeinde vorstellt und wie sie dies erreichen möchte.

    Von Herr Hillenbrand habe ich im Wahlkampf fast ausschlieslich negatives gehört. Von verschiedenen Vereinsmitgliedern habe ich gehört, dass er kam und ihnen fast alles gegeben hätte nur um ein paar Stimmen zu sammeln und er wurde scheinbar sehr ungehalten, als ein Gemeindemitarbeiter, bei einer öffentlichen Versammlung seinen Führungsstil anprangerte und ihn cholerisch nannte.

    Dies sind natürlich alles nur subjektive Eindrücke und auch meinem Umfeld geschuldet, dass mit dem Bügermeister seit Jahren unzufrieden ist. Wenn mich jemand korregieren möchte, tut das bitte, über kritische Meinungen freue ich mich immer.

  11. Rechtlich zur Anonymität gezwungen! sagt:

    Die CDU war einfach schockiert und hat als letztes Mittel eben jetzt noch mal einen Versuch unternommen, das Ruder herumzureißen – auf tiefer Ebene, versteht sich.

    Den Herren wird bewusst geworden sein, dass bei einer selbstbewussten Frau ihre bisherige Taktik nicht mehr aufgehen wird…
    3x „Herr Bürgermeister sie sind doch echt der beste und tollste…“ und dann bekommen, was man will, wird jetzt halt nicht mehr funktionieren…

  12. renate sagt:

    Ich verstehe nicht, warum jemand, der sich in Dettenheim wohlfühlt, als nicht wählbar angesehen wird. Sollte ein Bürgermeister/in sich nicht mit dem Ort indentifizieren?

    • Kevin sagt:

      renate, mir geht es darum, dass menschen die sich irgendwo wohlfühlen nu sehr schwer mit kritischem blick auf eben jenes schauen können. Ich kenne es von mir selbst, man wird einfach bequem mit der zeit wenn man sich wohlfühlt und obwohl man, merkt das es schlecht ist akzeptiert man es, weil es eben bequem ist und man sich ja wohlfühlt.

      P.S. Nicht falschverstehen, ich mag Dettenheim.

      • renate sagt:

        Du magst mit der „Betriebsblindheit“ vielleicht rechthaben, aber aus welchem Grund würden sich dann Leute gegen einen Amtinhaber bewerben? Doch um etwas zu ändern! Ich glaube nicht, dass der Job an sich bequem ist.

        • Teenage Dirtbag sagt:

          Nur weil man sich in Dettenheim wohlfühlt oder das bisherige nicht vollkommen negativ sieht, heißt es nicht, dass man keine Zukunftsvisionen für die Gemeinde haben kann?!

  13. Claudia sagt:

    @Volkmar:
    Die Ehe unseres Bürgermeisters interessiert mich überhaupt nicht, ich an seiner Stelle ( und es gab solche Gerüchte auch schon über uns) hätte einfach NICHT reagiert. Sorry, aber dieses Gerücht gibts schon so lange, da hätte man, wenn man gewollt hätte, auch früher reagieren können. Das nur zur Klarstellung. Im Übrigen stehe ich zu meiner Meinung und dem was ich gestern geschrieben habe. JA, wir leben in einer Demokratie, Gott sei Dank, und deshalb wählt Jeder was oder wen er wählen will. Da klingt so ein Satz wie „wir brauchen …..“ nach Diktatur

  14. Rußheimer sagt:

    Ich habe das Amtsblatt nicht gelesen und lese mit einem Schmunzeln, aber auch mit Sorge diese Webseite. Vorab: Persönliches, und dazu zählen auch Gerüchte über eine Ehe, gehört nicht in die Öffentlichkeit. Ich kenne diese Gerüchte nicht und es interessiert mich auch nicht die Bohne. Darüber hinaus: Wieso sollte das die Wahl beeinflussen? Es geht ausschließlich darum wer am geeignetsten für den Job ist.

    Und damit sind wir beim großen Wähler-Dilemma. Der Amtsinhaber ist es definitiv nicht und bei der Herausforderin bestehen berechtigte Zweifel. Wie auch schon andere hier festgestellt haben, wäre aus den ursprünglichen Kandidaten wohl Herr Heger die beste Wahl gewesen. Nun verteilen sich seine Stimmen und der Amtsinhaber versucht diese für sich zu gewinnen. Zumindest interpretiere ich die Anzeige der CDU im Amtsblatt so. Schon lustig zu sehen das auch auf der kleinsten kommunalen Ebene mit solchen Tricks gearbeitet wird.

    Schauen wir uns die wenig bekannten Fakten an. Die Gemeinde hinkt in sehr vielen Punkten anderen Orten im Landkreis hinterher. Insbesondere in der Außendarstellung. Wer will heute nach Dettenheim ziehen? Als moderne Gemeinde muss ich heute junge Familien locken. Da reicht es nicht das die Grundstückspreise niedrig sind, schon gar nicht wenn das Thema Hochwasser und Schnaken ins Spiel kommt. Wie werden Bauplätze und Gewerbeflächen beworben? Wie versucht man „Nachwuchs“ in den relativ „alten“ Ort zu bekommen?

    Was tut sich für Kinder und Jugendliche? Der Amtsinhaber hat in der Pfinzhalle bspw. davon gesprochen das er eine Ganztagesbetreuung eingeführt hat. Dies zeigt einen großen Verlust an Realitätsnähe, denn eine Betreuung bis 15.30 oder 16.00 entspricht heute nicht dem Begriff der hier gewählt wurde. Mütter und Väter haben in der Regel nicht um 15 Uhr Feierabend, sondern um 17 Uhr – wenn es früh ist (zumindest die die ich kenne). Bei den Schulen ist es auch fraglich wie es weiter geht, Spielplätze und andere Angebote für Kinder sind ebenfalls ein Thema. Allerdings haben auch die Herausforderer hier keine gute Figur gemacht, da zwar jeder ein Ziel skizziert hat (alles wird besser) aber keine konkreten Maßnahmen vorgeschlagen wurden.

    Wichtig ist bspw. auch das Thema Breitbandausbau, Angebote für die Ausbildung von Kindern, Eltern und Senioren im fachgerechten Umgang mit den neuen Medien und sowas simples wie die Homepage der Gemeinde.

    Als Bürger kann man natürlich die Liste ewig fortsetzen, aber was bringt das, wenn es keine geeigneten Kandidaten gibt. Am Ende bleibt die Wahl des kleineren Übels bzw. der Hoffnung auf Besserung und hier gilt dann die Weisheit das man der Veränderung eine Chance geben muss, denn wie es nicht geht haben wir ja die letzten Jahre erlebt.

    PS: Die ist meine persönliche Meinung und basiert auf meinen persönlichen Wahrnehmungen, also alles rein subjektiv.

  15. Manfred sagt:

    Wer es bis jetzt noch nicht mitbekommen hat, die Dankesanzeige im Ortsblatt an Frau Göbelbecker war von uns.
    Das hat damit zu tun, dass wir seit eineinhalb Jahren erfolglos nach einer neuen Wohnung gesucht haben und die Räumungsverfügung wegen Eigenbedarf schon im Hause hatten.
    Wir hatten uns darüber mal mit Frau Göbelbecker unterhalten, aber keine all zu großen Hoffnungen gehabt. Zufällig hatten Bekannte sie dann wegen einem Rechtsstreit um Hilfe gebeten. Bei diesen Bekannten wurde dann kurzfristig eine Wohnung frei, die für uns gepasst hat. Die haben wir dann auch zum 15.4.2015 genommen, da noch einiges von Vermieterseite renoviert und repariert werden muss.
    Wir haben umgehend beim Amtsgericht Räumungsschutz beantragt, aber nicht bekommen.
    Die Gemeinde Dettenheim haben wir bereits im September 2014 von unserer Lage informiert.
    Wir hätten jetzt noch acht Wochen gebraucht, um den neuen Wohnraum für unsere Bedürfnisse herzurichten. Leider will uns niemand diese Zeit geben, speziell Herr Hillenbrand nicht.
    Wir haben seit 2011 in Dettenheim einen Betrieb aufgebaut, der sich mit Internetdienstleistungen beschäftigt. Dieser Betrieb ist unsere Existenz.
    Herr Hillenbrand wollte aber, das wir in eine Notunterkunft von 24qm incl. Küche einziehen. Da gibt es auch Internet. Aber keinen Platz zum arbeiten. Dann wollte er das wir auf 60qm in eine Notunterkunft einziehen, allerdings ohne Internet. Das muss erst gelegt werden, was mindestens 4 Wochen dauert, bei der Arbeitsgeschwindigkeit der Gemeindeverwaltung wahrscheinlich 8 Wochen und würde die Gemeinde mindestens 900 Euro kosten.
    Für uns wäre das der Ruin, HartzIV ist vorprogrammiert.
    Eine Zuweisung des jetzigen Wohnraumes, die problemlos für acht Wochen möglich und vertretbar wäre, hat Herr Hillenbrand kategorisch abgelehnt.
    Jetzt ist Plan B im Gange und wir ziehen so in unsere neue Wohnung, obwohl sie nicht bezugsfertig ist. Besser als HartzIV ist es allemal, auch wenn es dreifachen Aufwand bedeutet.
    Unser Betrieb wird erhalten bleiben und der Gemeinde in naher Zukunft Gewerbesteuer bringen. Wenn wir dadurch Frau Göbelbeckers Gehalt zahlen, zahlen wir das gerne.
    BTW: Als ich in Hillenbrands Artikel gelesen habe, er kümmere sich mit Verständnis und Herzblut um die Bürger ist mein Gesicht grün geworden, so schlecht war mir.

  16. Teenage Dirtbag sagt:

    Komischerweise ließt und hört man JETZT, nachdem Kandidat Heger seine Kanditatur zurückgezogen hat, wie passend er für den Posten wär!
    Seltsam, seltsam…

  17. Volkmar sagt:

    Oh, oh, oh, da bin wo rein geraten.
    Recht blauäugig habe ich mich dazu hinreißen lassen auf den einen oder anderen (unseriösen) Artikel zu antworten. Ich habe allerdings nicht bedacht, dass diese Plattform den ehemals berüchtigten Stammtischgesprächen gleich zu setzten ist. Daher war dies meine erste und auch letzte Teilnahme an diesem Forum.

  18. Kati sagt:

    Ich will nur eines los werden, unser derzeitiger Bürgermeister hat für unsere Kindergärten und Schulen so gut wie nichts gemacht und der derzeitige Frust muss man den Dettenheimer Bürger zugestehen. Fakt ist, er hat seinen Job so gemacht, dass er jetzt das Ergenis bekommt.

    • Lena sagt:

      Alles ist besser als eine Frau Göbelbecker die aufgrund falscher Informationen und nicht Wissen irgendwelche Versprechen macht die Sie aufgrund der Fakten eh nicht einhalten kann.

  19. Lena sagt:

    Zu dem Herrn mit der Eigenbedarfskündigung
    Was hat das bitte mit der Wahl zu tun?
    Ein Bürgermeister hat doch nicht die Aufgabe Ihnen eine neue Wohnung zu suchen.
    Wer so lange SUCHT muss doch was finden!
    Eine Zuweisung wäre ja wohl auch echt eine Frechheit dem Vermieter gegenüber wenn ja schon so lange in sein Haus will.

  20. ach wie gut dass niem. sagt:

    ach herrje……………was ist bloß aus lielse und rußä geworden………..da kann man ja froh sein nicht mehr da wohnen zu müssen……….bei den kommentaren hier muß man wohl davon ausgehen das weder der eine noch die andere das richtige für dettenheim ist…………………..wünsche trotzdem allen wählern einen schönen wahlsonntag……….grüße an die alte heimat………früher gabs beim jula bürgermeisterbier vom gen ;-)))

  21. Jürgen sagt:

    Was ist denn eigentlich auf einmal in unserer Heimatgemeinde los?
    Stimmungsmache im Dettenheimer Anzeiger, Veröffentlichungen im Netz, usw. – erwacht hier endlich mal eine konstruktive Diskussion? Leider muss man das verneinen, wenn man sich die Inhalte der Veröffentlichungen ansieht. Als mündiger, unabhängiger und parteiloser Bürger Dettenheims möchte ich dazu ein paar Anmerkungen geben, die mir auf dem Herzen liegen. Bericht und Anzeige der CDU Dettenheim: „Das Wahlergebnis hat überrascht!“ – „Wir brauchen keinen Wechsel“ – „Unsachliche Vorwürfe und nicht nachvollziehbare Forderungen begründen auf keinen Fall einen Wechsel an der Gemeindespitze“ – Wir bedauern, dass durch den Wahlkampf Keile in die Zusammenarbeit von
    Dettenheim getrieben werden“, usw.. Ja liebe Dettenheimer CDU, hättet ihr mal im Vorfeld die Stimmung bei den Bürgerinnen und Bürger aufgenommen, dann wäre das Wahlergebnis keine große Überraschung gewesen. Viele sind einfach unzufrieden, wie sich Dettenheim präsentiert. Heutzutage reicht es nicht mehr nur zu verwalten, Stillstand ist Rückschritt, es geht darum neue
    Ideen zu entwickeln und zu gestalten. Es gibt so viele Herausforderungen (Familienangebote, Seniorenkonzepte, öffentlicher Nahverkehr, Schulen, usw.) – was wurde hier denn wirklich bewegt in den letzten Jahren. Fragen Sie doch mal eine Familie aus anderen Ortschaften, ob sie nach Dettenheim
    ziehen wollen (gerade wegen der günstigen Immobilien- und Baupreise). Die ersten Informationen will sich diese Familie auf der Homepage der Gemeinde holen. Und dann dieser erste Eindruck! Mehr muss man dazu nicht sagen.
    Dann das Statement: „Wir brauchen keinen Wechsel“ – wer entscheidet denn das? Noch leben wir in einer Demokratie. Die Wähler denken hier wohl ein bisschen anders. Das Ganze erinnert einen an die letzte Landtagswahl in Baden-Württemberg. Auch hier dachte man, wir stellen schon seit 60 Jahren den Ministerpräsidenten und es geht immer so weiter. Und auf einmal haben wir einen grünen Landesvater und eine grün-rote Landesregierung. Von der CDU und FDP werden Horrorszenarien ausgemalt, der Untergang Baden-Württembergs droht. Komisch, das Land besteht immer noch, der Ministerpräsident ist über Parteigrenzen hinweg beliebt und entscheidet sogar bei manchen Entscheidungen (im Bundesrat beim Asylkompromiss) gegen
    die Empfehlungen der eigenen Partei! Bravo! So viel Profil hätte man sich mal von den Herren Mappus und Oetinger gewünscht. Um zurück auf die Situation vor Ort zu kommen: War sich der Amtsinhaber vielleicht auch zu sicher? Hat er die Mitbewerber unterschätzt?
    Weiter wird die Kandidatin persönlich angegriffen, die Kompetenz wird in Frage gestellt. Brauchen wir wirklich den beschriebenen
    Verwaltungsfachmann? Sicher, schaden kann kommunalpolitische Erfahrung wahrscheinlich nicht. Aber heutzutage sind noch ganz andere Fähigkeiten wichtig: Teamfähigkeit, Auf Menschen zugehen können, Soziale Kompetenz,Kommunikationsfähigkeit, Innovationskraft, Kreativität und Menschenführung.
    Für viele fachliche Themen gibt es Spezialisten in der Verwaltung, ein
    Orchesterdirigent muss auch nicht jedes Instrument spielen können. Er muss aber ein Team zusammen stellen können und für ein funktionierendes Gesamtgebilde sorgen. Anscheinend traut man das Frau Göbelbecker besser zu.
    Zur Anzeige der Familie Hillenbrand. Endlich zeigt Herr Hillenbrand einmal auch etwas Persönliches und Emotionales. Allerdings das Thema Gerüchte aufzugreifen, ist schon sehr klein kariert. Wenn man in der Öffentlichkeit steht, sollte man das aushalten können. Zwischen den Zeilen wird der Eindruck erweckt, diese Gerüchte werden gezielt von Mitbewerbern oder politisch anders orientierten Personen gestreut. Das halte ich für ein sehr fragwürdiges Vorgehen. Mit der eigentlichen Sache „Bürgermeisterwahl“ hat
    das überhaupt nichts zu tun. Dann die Sache mit den Söhnen: „Sie bewundern ihren Vater…. Und sie wissen, er ist eindeutig zu jung für die Pensionierung“. Was soll das? Sollen wir jetzt aus Mitleid Herrn Hillenbrand wählen? Peinlich, peinlich, peinlich. Übrigens, gerüchtweise hört man, dass die Familie Hillenbrand diese Anzeige nicht veröffentlichen wollte, aber von der eigenen Partei dazu überredet wurde.
    Wer mit solchen Anzeigen und Veröffentlichungen, Keile in die
    Zusammenarbeit in Dettenheim treibt, bleibt dem Urteil der mündigen Bürger Dettenheims überlassen. Egal wie die Wahl ausgeht, aus dieser Debatte sollten alle Beteiligten lernen und gemeinsam für ein modernes und aktives Dettenheim zusammen arbeiten. Wir werden es sehen!

    • Beobachter sagt:

      Wow, das ist sehr unschön, was hier teilweise von sich gegeben wird und im ersten Moment war ich erschreckt aber auf der anderen Seite ist es wahrscheinlich normal, dass ein Bürgermeister, der 16 Jahre im Amt ist sich nich nur Freunde macht.

      Erstmal zur CDU. Ich seh das genau andersrum als im Artikel. Das war die letzte Möglichkeit klarzustellen, dass nicht alles so negativ ist wie von anderer Seite dargestellt. Die genaue Formulierung ist hier dann Politik… Was ich in der ganzen Parteiensache nicht verstehe ist, dass die FWV jahrelang mit dem Bürgermeister zusammengearbeitet haben obwohl sie doch die Mehrheit im Gemeinderat hatten? Da hätten sie doch all das angehen können, was angeblich so schlecht läuft?

      Die Reaktionen hier auf den persönlichen Brief von Familie Hillenbrand.
      Ich musste kurz lachen:
      Endlich zeigt Herr Hillenbrand einmal auch etwas Persönliches und Emotionales. Allerdings das Thema Gerüchte aufzugreifen, ist schon sehr klein kariert. […] gerüchtweise hört man, dass die Familie Hillenbrand diese Anzeige nicht veröffentlichen wollte“

      Auch sonst sind die Aussagen in den Kommentaren hier widersprüchlich. Die einen meinen, das Privatleben interessiert nicht und gleichzeitig regen sich die Menschen darüber auf, wo und wie der Bürgermeister wohnt, was seine Söhne machen etc…
      Ehrlich: Der Bürgermeister ist immer eine öffentliche Person. Natürlich ist da sein Privatleben interessant und natürlich beeinflussen Gerüchte dann die Wahl. Das ist in der Bundespolitik ja auch nicht anders. Vermutlich war Herr Hillenbrand nicht bewusst wie weit die Gerüchte ihm schaden und hat deshalb nicht vorher reagiert, da er dachte darüber stehen zu können. Und auch hier war das dann wahrscheinlich nicht kalkül das jetzt zu schreibem (wie im Artikel suggeriert) sondern die letzte Möglichkeit vor der Wahl öffentlich dazu Stellung zu nehmen.

      Aber das ist nur meine Meinung als Beobachter (der hier nicht wählen darf)… Wir leben in einer Demokratie und jeder ist verpflichtet sich selbst ein vollständiges Bild zu verschaffen…

  22. Kati sagt:

    Jürgen –> wirklich tolles Statement

  23. Noch ein Jürgen sagt:

    Namensvetter, dem ist nichts hinzuzufügen!

  24. Jürgen sagt:

    Danke, das musste mal gesagt werden.

  25. Klaus W sagt:

    Als relativ neu zugezogener und zugleich betroffener von der anstehenden Sanierungsmaßnahme kann ich nur sagen,dass der derzeitige Bürgermeister mich nicht überzeugt hat bei dem Vortrag zur Sanierung Friedrichstr.

    sollte das der Wahrheit entsprechen mit dem nutzen des Gemeindeblattes muss ich sagen das mir dies nicht fair erscheint und eher zu Minuspunkten führen sollte.
    was Dettenheim in meinen Augen dringend benötigt ist z.b ein Stadtbahnanschluss, interessante Angebote für gewerbetreibende um hier ansässig zu werden.was unterscheidet bitte Dettenheim von Linkernheim/Hochstetten, die Stadtbahn?? aus dem „Randgebiet“ Dettenheim muss mehr gemacht werden.ich kann und möchte die Arbeit der vergangenen Jahre nicht beurteilen ,ich wünsche mir aber für die Zukunft postive Veränderungen und dazu gehört jetzt nicht gerade die Sanierung der Friedrichstr. ob das technisch wirklich so erforderlich ist wie es die Planung vorsieht , entzieht sich allerdings meinem Kenntnisstand. ich gehe auf jeden fall wählen!!

    • Teenage Dirtbag sagt:

      Wen denn, frag ich mich da.
      Den Wechsel will wohl die Mehrheit, dazu gehöre ich auch – aber wer in Rußheim die Kandidatenvorstellung bis zum Schluss besucht hat, dem müssen die Antworten von Frau Göbelbecker doch aufgefallen sein. Nur ein paar Beispiele -ÖPNV: in den Randzeiten sollen sich die Leute über Handy verständigen, wer mit wem fahren kann. Frage nach unserer Schnakenplage: Gemeinde kann ja Zuschüsse zu Schnakengittern geben.
      Scheinen mir innnovative Lösungsansätze zu sein!

  26. Tomdolsheimer sagt:

    Wenn ich 16 Jahre in „meinem“ Dettenheim Bürgermeister bin und für weitere 8 Jahre, bis zu meiner Pensionierung, in „meinem“ Dettenheim wiedergewählt werden will, sollte ich es schon schaffen, mehr als einen Mietwohnsitz vorweisen zu können. Es stört mich schon, daß der Bürgermeister nicht in dem Ort, in dem er gewählt ist, seßhaft ist, und seine Familienmitglieder auch nicht in den örtlichen Vereinen integriert sind?
    So sieht das alles nur nach Polit-Karriere aus, die jetzt nochmal bis zur Pensionierung dauern soll.

  27. Derschonimmerinrußewohnt sagt:

    Als Alteingesessener Dettenheimer schaue ich die letzten 16 Jahre zurück und weiss wen ich am Sonntag zu wählen habe. So richtig getan hat sich hier im Ort leider nicht viel. Vielleicht ist es auch an der Zeit neue Ideen und frischen Wind in die Gemeinde zu bringen. Wenn ich auch dem jetzigen Amtsinhaber nicht die alleinige Schuld an der heutigen Lage des Ortes gebe, so ist es doch wie im Fussball. Hier wird auch der Trainer gewechselt und nicht die ganze Mannschaft.
    Leider hat sich der Nabel der Welt nach Hinten verlagert.

  28. Tantchen sagt:

    Zu all diesen Kommentaren verbleibt wohl nur noch eine Bemerkung anzubringen: „Nach der Wahl ist vor der Wahl !“
    Nun sollte sich jeder mündige und wahlwillige Bürger folgende Frage selbst beantworten: „Was hat der bisherige Bürgermeister nach seiner letzten Wahl dafür getan, um bei der aktuellen Bürgermeisterwahl für den potentiellen Wähler die erste Wahl zu sein?“
    Wieviel von den Zielen, die er damals als Wahlgründe anführte, hat er umgesetzt und welche wurden schlichtweg „vergessen“?

    Jeder sollte sich selbst hinterfragen um dann die richtige Wahl zu treffen.

  29. Rußheimer sagt:

    sehr spannend wird es also sein wie sich die bisherigen Stimmen von Herrn Heger verteilen. Wenn wir von 50:50 ausgehen gibt es ein klares Ergebnis. Aber wer weiß. Die CDU versteht allerdings nichts von Marketing. Der erneute Flyer in dieser Woche war eher kontraproduktiv und die Versuche per Facebook und Twitter eher peinlich, zumal technisch fehlerhaft. Das hat zwar nur wenig mit der Kompetenz des Amtsinhaber zu tun, zeigt aber definitiv das das Team drumherum den aktuellen Anforderungen an neue Medien und insbesondere der sehr zentralen Aufgabe, die Gemeinde zu vermarkten und attraktiver zu machen, völlig überfordert ist.

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